Bundesobligationen, auch Bundesschuldverschreibungen oder Bobl genannt, sind verzinsliche Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland. Diese werden von der Deutschen Finanzagentur als Staatsanleihen herausgegeben. Der Bund finanziert über die Bundesobligationen sein Haushaltsdefizit. Ausgestattet sind Bundesobligationen mit einem festen Nominalzins und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Seit dem Jahr 1975 sind sie emittiert und zum Handel an der Börse eingeführt. Die Bundesobligationen sind durchnummeriert und werden gewöhnlich nach 6 Monaten geschlossen. Alsdann wird eine neue Serie in Umlauf gesetzt. Möchte man jedoch bereits geschlossene Serien kaufen, kann dies dann nur noch über die Börse erfolgen. Bundesobligationen einer aktuell ausgegebenen Serie dagegen, kann man bei der Deutschen Finanzagentur oder auch bei Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken erstehen. Der Erwerb von Bundesobligationen ist gebührenfrei, die Zinszahlungen erfolgen jährlich. Über die genannten Kreditinstitute ist auch ein Verkauf vor Endfälligkeit an der Börse möglich. Verwahrt werden die Obligationen im Schuldbuchkonto der Deutschen Finanzagentur oder auch in Depotkonten bei Kreditinstituten. Bundesobligationen sind mit einer so genannten Wertpapierkennnummer versehen. Diese beginnt stets mit 114xxx, wobei xxx für die Seriennummer steht.
Die Mindestanlagesumme der Deutschen Finanzagentur beträgt 100 Euro und bereits mit dieser Summe eignen sich Bundesobligationen exzellent zum Ansparen einer bestimmten Kapitalsumme. Die maximale Orderhöhe liegt hier bei 250.000 Euro pro Person und Geschäftstag. Beim Kauf über die Börse ist hingegen keine Mindesteinlage notwendig und die Orderhöhe ist unbegrenzt. Ihre Attraktivität erfahren Bundesobligationen durch die mittelfristige Laufzeit, ihre Sicherheit und ihre hohe Liquidität. Da sie börsentäglich handelbar sind, sind sie ein flexibles Sparprodukt. Im Prinzip sind Bundesobligationen mündelsicher, dies bedeutet, dass ein Wertverlust der Vermögensanlage ausgeschlossen ist. Zwar sind Bundesobligationen auch schwankenden Tageskursen unterworfen, wird jedoch eine Bundesobligation zu einem Kurs von nahe 100 Prozent erworben und der Titel bis zur Fälligkeit gehalten, wird neben den Zinszahlungen der volle Anlagebetrag garantiert zurückgezahlt. So sind Bundesobligationen Wertpapiere für besonders sicherheitsbewusste Anleger.